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Es begann vor 50 Jahren: Am 4. Oktober 1957 startete die UdSSR mit Sputnik I den ersten Satelliten, um den Völkern der Erde mit seinem Funksignal den Sieg des Sozialismus zu verkünden. Die westliche Welt war geschockt. Dieser Sputnik-Schock war Auslöser für den Wettlauf der Systeme im All und Motor des Kalten Krieges.
Die Volkssternwarte Bochum, eine der wenigen Einrichtungen, die als erste dieses Signal empfangen konnte, avancierte zum Weltraumnachrichtenplatz in Westdeutschland. An diesem historischen Ort der Raumfahrt ist eine besondere Ausstellung entstanden, die mit zahlreichen Exponaten, zusammengetragen aus ganz Deutschland, die Instrumentalisierung der Raumfahrt dokumentiert.
»Kosmos und Kommunismus« hieß jene verheißende Formel, die Träume, Weltherrschaftspläne und modernes Leben im »real existierenden Sozialismus« symbolisierte. Diesen Kosmonautenkult um die sowjetische Raumfahrt nutzte und missbrauchte die SED-Diktatur, um ihren Machtanspruch zu kräftigen.
Mit den Apollo-Missionen zum Mond versuchte die USA ihrerseits technische Überlegenheit zu demonstrieren, bis es zunächst im Weltall, später auch auf der Erde zu einer Annäherung und schließlich zum Fall des »Eisernen Vorhangs« kam.
Die Zeitreise durch 50 Jahre deutsch-deutsche Geschichte wird mit großformatigen Bildern, originalem Video- und Tonmaterial und begehbaren Nachbauten auf interessante Art erfahrbar gemacht – anhand der Geschichte der Raumfahrt, die mit einem Piepsen vor 50 Jahren begann.

cosmos, communism, cold war
Sputnik 50
The history of space travel in two political systems

An exhibition which starts on August 10th at the observatory in Bochum, Germany.

The Bochum Observatory was one of the first in Western Germany that received the Sputnik signal in 1957.
At that time it was basically received in the private flat of the director Kaminski.

Eine Ausstellung im Radom der Sternwarte Bochum, gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur